Loretta von Auenstein
Inhaltsverzeichnis
Eckdaten:
Gesinnung: chaotisch-gut
Alter: 80 (wirkt wie 20)
Größe: 1,70 m
Statur: zierlich
Haarfarbe: gedecktes Aschblond
Augenfarbe: Graugrün
Mutter: Ethre'ella (Waldelfe) †
Vater: Gundmond von Auenstein (Mensch) †
Loretta ist eine Halbelfe und lebt als Junkerin in der Villa Auenstein in Britain. Sie ist von waldelfischer und menschlicher Abstammung. Sie hat ihre waldelfische Mutter früh als kleines Kind bei einem Drow-Massaker in Yew verloren. Glücklicherweise hat sie dieses traumatische Ereignis überlebt und wurde rechtzeitig von ihrem menschlichen Vater gefunden, der sie daraufhin bei sich in der Britainer Adelswelt aufgenommen hat. Ihre Verbindungen zur waldelfischen Kultur und Lebensweise hat sie fast vollständig verloren. So versteht sie lediglich ein paar Worte Isdira und hat keine bewusste Verbindung zu La entwickeln können.
Ihr Seelentier ist das Reh, aber auch dieses hat sie bisher noch nicht für sich entdecken können. Es zeigt sich lediglich in ihrem scheuen und zurückhaltenden Wesen, das Kampf als Reaktion auf Konflikte beinahe völlig ausschließt. Eher erstarrt sie unwillkürlich und lässt über sich ergehen, was mit ihr geschieht. Loretta beobachtet ihr Umfeld genau. Sie möchte nichts falsch machen und hat die Etikette des Adels tief verinnerlicht. Dennoch fühlt sie sich in dieser Welt irgendwie fehl am Platz. Sie ist von einer Sehnsucht erfüllt, die sie noch nicht recht deuten kann. Ihr größter Unterschied zu ihrem adligen Umfeld ist, dass sie keinen Hochmut kennt. Stand ist für sie nicht von Belang im Umgang mit anderen Wesen. Sie begegnet jedem offen und aufgeschlossen und fühlt sich unwohl, wenn Menschen um sie herum andere Menschen abwerten, bloß weil sie in einen anderen Stand geboren wurden. Sie versteht nicht, wie man Menschen für etwas bestrafen kann, für das sie nichts können.
Sie ist neugierig und möchte die Mechanismen der Welt verstehen. Leider hat sie in ihrem behüteten Kokon der Villa Auenstein kaum Gelegenheit dazu, weshalb sie umso freudiger Gelegenheiten begrüßt, Leute kennenzulernen, die ihr bisher völlig fremde Perspektiven auf das Leben offenbaren. Sie ist sehr zart und sensibel, vielleicht zu sehr für diese Welt. Ihre Zaghaftigkeit ist wie ein goldener Käfig und sie leidet unter der Einsamkeit ihres Lebens. Dennoch hat sie sich mit der Villa Auenstein auch ein Refugium geschaffen, in dem Pflanzen aller Art das Bild prägen. Zu ihnen hat sie eine fast spirituelle Verbindung. Inmitten der Pflanzen fühlt sie sich geborgen und sie helfen ihr ein wenig zu vergessen, dass sie sich weder in der Welt der Menschen noch in der Welt der Waldelfen völlig zuhause fühlt.
Nach dem Tod ihres Vaters vor bereits 20 Jahren hat sie nur noch Bertha als Bezugsperson, die Haushälterin in der Villa Auenstein, die aber weit mehr als das geworden ist. Sie ist so etwas wie Lorettas Ziehmutter geworden und beide lieben sich wie Mutter und Kind. Dass Loretta aufgrund ihrer langsameren Alterung (sie wirkt trotz ihrer 80 Jahre eher wie 20) die inzwischen in die Jahre gekommene Bertha ebenfalls verlieren wird, zeichnet sich mehr und mehr ab aber Loretta versucht diesen Gedanken zu verdrängen.
Loretta ist noch immer sehr unselbständig und verlässt sich auf Bertha, die umsichtig die Villa Auenstein für sie verwaltet. Das merkt man auch daran, dass sie noch immer in ihrem einstigen Kinderzimmer wohnt, anstatt nach dem Tod ihres Vaters seine Räumlichkeiten übernommen zu haben. Stattdessen gleicht sein ehemaliges Arbeitszimmer eher einem Museum, das sie seit seinem Tod nicht angerührt hat und in das sie auch keine Gäste lässt. Der Schmerz über den Verlust ihrer Eltern sitzt noch immer tief, aber sie überdeckt ihn still und leise.
Wenn Loretta nicht gerade mit ihren geliebten Pflanzen beschäftigt ist, widmet sie sich dem Harfenspiel, wobei sie sowohl eine große Standharfe besitzt als auch eine kleinere Harfe, auf der sie vor allem in ihrem Zimmer spielt.